Bericht von Hermann Rauber über seine Tätigkeiten 1996-2000


Meine Arbeit in Rumänien hat sich in unserer Umgebung herumgesprochen, besonders durch meine Dias-Vorträge. Dies löste eine Sammelaktion mit gut erhaltenen , sauberen Kleidern aus. Von denen ich bis heute, mit über 80 Lastenzügen, mit über 800 Tonnen Lebensmittel und Kleidern, den Armen in Rumänien verteilen konnte. Seit 1995 kaufe ich die Lebensmittel direkt in Rumänien ein, da dies nun möglich ist, und auch die Preise 20% bis 30% unter den Schweizerpreisen liegen. Aber für die Rumänen, bei ca. CHFr. 150.-- Monatslohn, immer noch unerschwinglich sind. Alle Hilfsgüter verteile ich mit meinen Vertrauensleuten von Rumänien, immer an verschiedenen Orten, meist kleinen Dörfern, direkt an die Leute. Jede Familie muss einen Familienausweis zeigen, und nach dem bekommen sie dann Hilfspakete.

In Cluj-Napoca, ganz im Norden von Rumänien, konnte ich durch eine Spende, einem Taubstummenheim mit etwa 180 taubstummen Kindern, dringend nötige Batterien für ihre Hörgeräte kaufen, mit denen sie bis zu 10% hören können. Auch Kleider habe ich dort abgeladen, welche fein säuberlich sortiert, und nach Bedarf den Kindern verteilt werden. Ich konnte auch einer Schulstunde beiwohnen, in welcher den Kindern die Zeichensprache beigebracht wurde. Sehr interessant war auch eine Musikstunde bei taubstummen Kindern. Obwohl sie nur durch Vibrationen den Takt wahrnehmen konnten, tönte es recht gut.

In Talmaciu bei Sibiu konnte durch eine sehr grosse Spende von SFr. 10.000.--den Dachstock eines Kinderheimes ausbauen, und 5 Zimmer erstellen. In jedem Zimmer wurde Platz für je 6 Waisenkinder geschaffen. Somit konnten zusätzlich 30 Waisenkinder aufgenommen werden. Auch ein Ausbildungszentrum für junge Leute, welches durch Spenden von der Schweiz finanziert wurde, konnten wir an diesem Ort bauen. Die Heizungsinstallation in diesem Zentrum wurde von einer Schweizer-Montagegruppe ausgeführt.

In Viseu de Sus, ganz an der Grenze der Ukraine, half ich beim Bau eines Kinderheimes. In nur 3 ½ Monaten wurde der Rohbau dieses dreistöckigen Hauses unter Dach gebracht. Am 19. November 1999 konnte ich beim Aufrichtefest dabei sein. Anschliessend wurde noch der Innenausbau in Angriff genommen, sodass im August 2000 das neue Kinderheim bezogen werden konnte. Dieses Kinderheim wird von einem Schweizerehepaar geführt und beherbergt im Moment 14 Kleinkinder im Alter von ½ bis 6 Jahren. Und noch viele warten auf einen Platz in diesem Heim, das schon wieder zu klein ist. Dieses Jahr bauten wir noch einen Pavillon dazu.