Bericht von Hermann Rauber über seine Tätigkeiten 2001-2005


In Ruscova, einem kleiner Bauerndorf baute ich in einem verlotterten Spital eine Heizungs- und Sanitärinstallationen ein. Dies gab der nahe liegenden Stadt den Ansporn, diesen Spital wieder in Betrieb zu nehmen. Eine massive Holzhütte, welche leer im Wald stand, konnte ich für wenig Geld erwerben. Diese Hütte wurde zerlegt und neben dem Spital wieder aufgebaut. Eine siebenköpfige Familie in diesem Dorf hat nun ein trockenes Zuhause.

Dem rumänischen Arzt Dr. Horica Tamas und seiner Frau Monica, gelernte Krankenschwester, richtete ich eine Arztpraxis ein. Von einer mir wohlgesinnten Organisation aus der Schweiz, bekomme ich alle Jahre Medikamente für diesen Arzt, da es in Rumänien keine Medikamente gibt. Dieser Arzt ist alleine für 15.000 Menschen in der weiten Umgebung zuständig. Damit er auch seine Krankenbesuche machen kann, da im Winter bis zu 25 Grad unter Null gemessen wird und bis zu 1.50 m Schnee liegen, konnte ich ihm dank einer weiteren Spende einen Occasion Opel-Frontera kaufen. Da ich jeweils bei diesem Arzt einquartiert bin, sehe ich eins zu eins was da geleistet wird.

In Viseu de Sus konnte ich ca. 3.000 m2 Land mit Haus und Scheune kaufen. Das Haus, wird von einem Schweizer, verheiratet mit einer Rumänin und seinen zwei Kindern bewohnt. Dieses Haus haben wir sanft renoviert und auch einen Wasserbrunnen im Keller in 4.50 m Tiefe gegraben. Auf diesem Land sind wir daran ein kleines Touristenzentrum zu bauen, und so einige Arbeitsstellen zu schaffen. Zwei alte Blockhäuser wurden mir angeboten. Diese werden von Rumänen abgebrochen und wieder aufgestellt. Von aussen werden es typische Rumänenhäuser sein. Den Innenraum werden wir ein wenig ausbauen. Ein WC/Dusche ein Wohnzimmer mit Cheminee, sowie ein Schlafraum wird in diesen Häusern vorhanden sein. Für weitere sechs Häuser haben wir schon die Baubewilligung erhalten. Da dieses Zentrum durch eine Hängebrücke, welche wir auch noch renovieren müssen, mit der nostalgischen Dampfbahn verbunden ist, welche viele Touristen anzieht, schaffe ich für einige Rumänen eine Arbeitsstelle. Ab Frühling 2005 sollten die ersten zwei Ferienhäuser bezugsbereit sein.

Einer sehr armen Familie, fünf Kinder, Vater gestorben, die mir immer beim abladen der Hilfsgüter helfen, und über Nacht den Lastwagen bewachen, finanzierte ich nach Belegen, nur das Material, für den An- und Einbau einer einfachen Küche mit Bad. Der Arbeitsaufwand wird von der ganzen Familie selbst geleistet.

Mit dem Lastenzug mit Anhänger, den ich geschenkt bekam, fahre ich alle Jahre 5 bis 6 mal mit je über 60 m2 resp. 15 Tonnen Hilfsgütern nach Rumänien.

Anfangs November führe ich wieder, was schon zur Tradition gehört, die Weihnachtspäckliaktion durch. Diese Geschenke verteile ich noch vor Weihnachten, bei meinem letzten Transport in diesem Jahr, in verschiedenen Dörfern an armen Kindern.

Mit diesem kurzen Bericht danke ich allen Spendern und Spenderinnen, die es mir möglich machen diese Hilfsaktionen durchzuführen.

Wenn auch sie mein Hilfswerk unterstützen möchten, sind Spenden auf mein Rumänenkonto herzlich willkommen.

Besten Dank.