Etwas Neues auf die Weihnachtsfeiertage
Weihnachtspäckliaktion für bedürftige Kinder in Rumänien
November 2006 (Zürichsee-Zeitung)Vor Schülern in Obermeilen machte Hermann Rauber mit Fotos und Geschichten auf die Armut rumänischer Kinder aufmerksam.
Immer, wenn nach den Herbstferien die ersten Weihnachtskugeln und Tirggel in den Auslangen der grossen Lebensmittelgeschäfte liegen, wenn sich der Ueberfluss in den Schaufenstern breitmacht, denkt der Uetiker Hermann Rauber ganz intensiv an Weihnachten. Er lanciert nämlich just in diesen Tagen seine bereits bekannte Weihnachtspäckliaktion für benachteiligte Kinder in Rumänien. Am Dienstagmorgen besuchte er rund 75 Kindergartenkinder und 160 Primarschülerinnen und -schüler der Schule Obermeilen. Er versuchte ihnen die Situation der rumänischen Kinder nahe zu bringen. Er zeigte auf zahlreichen selbstgeschossenen Dias, wie viele Familien in Rumänien in ärmlichen Verhältnissen hausen. Es war beeindruckend zu sehen, wie sich eine siebenköpfige Familie zwei Betten zum Schlafen teilt, wie eine andere Familie draussen bei Wind und Wetter kochen muss. Einen Tisch haben sie nicht, sie essen, während sie auf kleinen Stühlen sitzen. Sanitäre Anlagen oder gekachelte Böden gibt es auch nicht. Die Schulbänke sind alt und kaputt, und das Spital gleicht einer Baracke.
Pullis und Heizkörper
Hermann Rauber fährt bis zu sechs Transporte im Jahr nach Rumänien, in denen er dringend benötigte Hilfsgüter liefert. Was in der Schweiz nicht mehr gebraucht wird, aber noch ganz ist, wird dort mit offenen Armen und Dankbarkeit empfangen. Rauber hat seine Transporter immer voll: Rollstühle, Schulmaterialien, Medikamente, Kleider, Fresspäckli, Fahrräder oder auch Heizkörper und Spitalbetten. Er renoviert und investiert dort, wo es willkommen ist und wo es sich auch lohnt.So hat er mit Spenden aus der Schweiz unter anderem bereits ein Spital auf Vordermann gebracht, ein Kinderheim wohnlich hergerichtet und ein Arzthaus ansehnlich renoviert. Er hat in Rumänien zuverlässige Helfer, die dafür sorgen, dass die Ware an den richtigen Ort kommt. Meistens arbeitet er mit ortsansässigen Bauleuten zusammen. Einmal ist er aber auch mit einer riesigen Gruppe von Lehrlingen aus der Schweiz nach Rumänien gereist und liess die jungen Leute Hand anlegen. Kommt er mit grossen Kleidersäcken in die Dörfer, wird er schnell umringt.

Kleine Geschenke - grosse Freude
Hermann Rauber hofft natürlich, dass sein Erlebnisbericht, seine Schilderungen und Fotos derjenigen, denen es nicht so gut geht, den Kindern in Obermeilen Eindruck gemacht haben. Er hofft auf wiederum viele Päckli mit Filzstiften, Notizblöckli, Zahnbürsten, Spitzer, Deos, Autöli, Puppen, Spielen, Springseilen, Malbüchlein, T-Shirts, Socken, Unterhosen, Handtücher, Schokoladen, Bonbons usw. Rauber meinte, dass die Kinder sich sehr über ganz viele kleine Geschenke freuen. Auch Geldspenden für den Transport sind willkommen.Bettina Bernet-Hug
