Für unermüdlichen Einsatz geehrt
Der Uetiker Hermann Rauber erhält den Jonas-Furrer-Preis
15. Januar 2007 (Zürichsee-Zeitung)
Hohe Ehre für Hermann Rauber aus Uetikon: Für sein Engagement in Rumänien hat er am Samstag in Zürich den mit 10'000 Franken dotierten Jonas-Furrer-Preis entgegennehmen dürfen.
Zahlreiche Persönlichkeiten, darunter Regierungsrat Hans Hollenstein und der Uetiker Gemeindepräsident Kurt Hänggi, waren gekommen, um der verdienten Ehrung einer Persönlichkeit beizuwohnen, die das Rampenlicht selber nie gesucht hat, sondern sich unermüdlich in den Dienst anderer stellt. Hermann Rauber, der seit 1990 Hilfsgütertransporte nach Rumänien organisiert und durchführt, wurde am Samstag mit dem Jonas-Furrer-Preis ausgezeichnet. Dieser Preis, der seit 1998 alle zwei Jahre im Logengebäude auf dem Lindenhof Zürich durch den gleichnamigen Verein vergeben wird, dient dem Gedenken an den Freimaurer und ersten Bundespräsidenten der Eidgenossenschaft, Jonas Furrer.
Wie Benno Früh, Präsident des Jonas-Furrer-Vereins, einleitend ausführte, wird jeweils eine Person geehrt, die nicht einem Freimaurer-Verein angehört und sich in besonderer Weise im humanitären Bereich verdient gemacht hat. Mit der Preisverleihung verfolgt der Verein auch die Zielsetzung, Wirken und Handeln der Freimaurerei in der Oeffentlichkeit bekannt zu machen und transparent darzustellen.
Ein Gemeinderat gab Anstoss

Benno Früh, Präsident des Jonas-Furrer-Vereins (links), überreichte Hermann Rauber aus Uetikon des Jonas-Furrer-Preis als Dank und Anerkennung für dessen langjährigen Einsatz für die arme Bevölkerung in Rumänien. (Reto Schneider)
An Niki Wilzcek, Meister vom Stuhl der Loge Aurora Humanitatis, war es, die von Erwin Moor verfasste Laudatio zu verlesen. Darin erinnerte Moor an die Anfänge von Raubers Engagement in Rumänien und die katastrophalen Zustände in diesem Land nach dem Sturz des Diktators Ceaucescu. Die grenzenlose Armut in diesem Land habe Rauber derart bewegt und beelendet, dass er kurzerhand und mit tatkräftiger Unterstützung seiner Gattin Maria eine eigene Hilfsorganisation auf die Beine stellte. 1990 führte er den ersten Hilfstransport nach Hermannstadt durch, die diesjährige Kulturhauptstadt Europas. "Taten statt Worte" - dieses Lebensmotto half Rauber gegen alle Widerwärtigkeiten.
800 Tonnen Hilfsgüter
Sein Engagement läuft auf zwei Ebenen. Zum einen führt Rauber Hilfstransporte durch und führt Decken, Spielzeug, Kleider und vieles mehr aus der Schweiz nach Rumänien; zum anderen realisiert er vor Ort mit Sanitärlehrlingen aus der Schweiz grössere und kleinere Projekte: Sanitär- und Heizungsinstallationen, Um- und Ausbauten. Bis zum heutigen Tag, so der Laudator, seien auf 80 Fahrten nicht weniger als 800 Tonnen Hilfsgüter transportiert worden. In Raubers Wirken komme "Nächstenliebe, Achtung der Menschenwürde, Bescheidenheit und Uneigennützigkeit" zum Ausdruck - Eigenschaften, für die Jonas Furrer gestanden habe und die mit dem Preis geehrt werden sollten.Statt einer langen Rede bedankte sich Hermann Rauber mit ausdrücklichen Bildern aus Rumänien für die Ehre, die ihm zuteil wurde. Noch einmal führte er den Anwesenden vor Augen, wie notwendig seine Hilfe ist und welche positiven Wirkungen sie zeitigt.
Bettina Bernet-Hug
