Päckli-Aktion - Glückliche Heimkehr nach 3200 Kilometern im Lastwagen



Ruscova retour in sieben Tagen



21. November 2007 (Zürichsee-Zeitung)

Nach 1000 verteilten Päckli und 1000 verbrauchten Litern Diesel sind Hermann Rauber und Charly Stoecklin an den Zürichsee zurückgekehrt.

Bild links: Erste Herausforderung kurz nach der Abfahrt in Rumänien: die eingeknickte Brücke über den Fluss Ruscova. (Anna Moser)

"Schau, dieser Sonnenuntergang - wie gemacht für unsere Rückkehr!" Der Männedörfler Feuerwehrmann Charly Stoecklin steht am Dienstag kurz vor 16 Uhr wieder auf heimischem Boden. Er, den Hermann Rauber spasseshalber nur "mein Privatchauffeur" nennt, hat den Grossteil der zweimal 1600 Kilometer zwischen Uetikon und Ruscova am Steuer zurückgelegt. Rund 1000 Liter Diesel hätten sie verbraucht, schätzt Rauber, der jedes Jahr mehrmals mit Hilfsgütern nach Rumänien fährt. Jetzt sind Lastwagen und Anhänger leer, dafür Kopf und Herz voll - mit Eindrücken aus einer fremden Welt, die in kurzer Zeit vertraut geworden ist. Die zum Staunen, zum Nachdenken und auch zum Lachen anregt. Eine Welt, in der zum Beispiel der Wahlkampf auf ungewohnte Art geführt wird, wie Rauber und Stoecklin erfahren mussten: Vor ihnen zog - zuweilen fast im Schritttempo - ein Konvoi von Autos über die Strassen, aus deren offenen Fenstern unablässig Wahlprospekte geworfen wurden.

1600 Kilometer später: Charly Stoecklin (links) und Hermann Rauber gratulieren sich vor dem Feuerwehrdepot Männedorf Die allerletzte Etappe ist noch nicht gefahren: Sie führt nach Rümlang - in die Lastwagen-Waschanlage. Den verdienten Schluck aus der Schnapsflasche, die Rauber und Stoecklin vom Bürgermeister Ruscovas erhalten haben, gibt's erst danach. (amo/lsc)





Die Päckli-Aktion

Eine Woche lang war Hermann Rauber mit seinem Lastwagen unterwegs, um Weihnachtspäckli vom Zürichsee in rumänien zu verteilen. Die "ZSZ" hat den 74-jährigen Uetiker bis nach Ruscova begleitet. (zsz)