Rumänien-Hilfswerke . . .
. . . unter diesem Namen habe ich, ein privates Hilfswerk aufgebaut.
Ohne Statuten, Vereinsmitglieder etc., da ich mich gewohnt bin, sofort und ohne Wenn und Aber zu helfen. Auch eine permanente Sammelstelle in 8707 Uetikon am See, wo die Hilfsgüter abgegeben werden können, konnte ich aufbauen. Leider sind die Vorschriften für humanitäre Hilfsgüter sehr streng, und die Gesetze ändern immer wieder. So ist uns verboten, Schuhe, gebrauchte Kinderkleider bis 4 Jahre sowie Plüschtiere mitzunehmen. Gründe kann uns niemand angeben. Was erlaubt ist, sehen sie in der Sammelliste.
Zu meiner Person
Im Jahr 1958 gründete ich (Hermann Rauber) eine Sanitär-Heizungsfirma in Uetikon am See, welche ich 32 Jahre mit Erfolg führte. Infolge Mangel an Nachfolgern in der eigenen Familie verkaufte ich dieses gutgehende Geschäft am 31. Dezember 1989 einem befreundeten Geschäftskollegen.
Was nun???
Schon immer war es mein Wunsch, etwas zu tun, was ich während meiner Tätigkeit als Geschäftsmann nicht tun konnte. Da ich erst 58 Jahre alt war und noch voll Tatendrang, kam meine soziale Ader voll zum Zug.
Wie kam ich auf Rumänien?
Im Ruhestand hat man sehr viel Zeit, die vielen Bettelbriefe genauer zu lesen und zu beurteilen. So las ich in so einem Brief, dass eine Hilfsorganisation einen Kurier sucht, welcher Hilfsgüter nach Rumänien transportiert. Als begeisterter Autofahrer meldete ich mich sofort bei dieser Organisation.
Meine erste Reise nach Rumänien
So fuhr ich das erste Mal im Herbst 1990 mit Alfred Kunz einem Zweitchauffeur in dieses Land. Es war sehr aufregend und wir waren sehr gespannt, was wir alles erleben würden. Der Transport von Hilfsgütern war gar nicht so einfach. Uns wurde mündlich die Adresse vom Bestimmungsort angegeben, wo wir diese Güter abladen mussten. Um die Empfänger nicht in Schwierigkeiten zu bringen, durften wir die Adresse nicht auf einen Zettel schreiben.
Rumänien, ein wundervolles Land
Unsere Reise verlief sehr gut und wir erfreuten uns an der wunderbaren Landschaft. Auch fanden wir unser Ziel, die Adresse im Kopf, ohne Schwierigkeiten. Der Empfang von den Leuten in Rumänien war herzlich. Sofort wurde eine Uebersetzerin organisiert, damit wir mit einander sprechen konnten, was wir auch bis tief in die Nacht taten.
Der Not ins Auge geschaut
Die Armut in diesem Land kann man mit noch so viel schreiben gar nicht ausdrücken. Man muss sie eins zu eins selber sehen und erfahren. Es gäbe viel zu erzählen, wie ich das erste Mal bei Leuten übernachten musste. Da kam mir das Strohlager im Militärdienst gerade als Luxus vor.
Der Tropfen auf den heissen Stein
Dieser Satz kam mir manchmal in den Sinn. Wie kann ich schon einem Volk mit über 23 Millionen Einwohner helfen. Aber da kam mir auch der andere Satz in den Sinn, der da heisst: "Wer da weiss, Gutes zu tun, und tut es nicht, dem ist es Sünde". Ich bin kein Mensch, der in den Wolken lebt, ich stehe noch mit beiden Beinen auf festem Boden.